Reiselust

Mein Auslandsaufenthalt in den USA

Hallo ihr Lieben,

wie ich in meinem letzten Post “Ins kalte Wasser springen” schon ein wenig berichtet habe, durfte ich am Anfang des Jahres einige Wochen in den USA verbringen. Mein Reiseziel war Wears Valley in Tennessee, denn da liegt die wunderschöne Wears Valley Ranch. Dieser idyllische Ort, genau neben den Smoky Mountain National Park, ist für viele Kinder das Zuhause, das sie nie hatten. Ich dachte immer, dass Kinder in den USA sicher nicht so betroffen sind wie Kinder in Afrika oder anderen armen Ländern. Natürlich fehlt es den Kindern meist nicht an Materiellen Dingen, doch ihre Seelen tragen tiefe Wunden. Diese Kinder mussten Erfahrungen machen, für die sie viel zu jung sind. Und die Geschichten, die ich dort hörte brachen mir fast das Herz. Doch die Ranch ist ein Ort, wo den Kindern geholfen wird. Ihre Vergangenheit wird in Seelsorge-Gesprächen aufgearbeitet und es wird Liebe in der Tat vorgelebt.

Es war nicht einfach zu allen Kindern einen “guten Draht” aufzubauen, denn wieso sollten sie mir vertrauen oder sich an mich gewöhnen, wenn ich sie sowieso nach einigen Wochen wieder verlassen würde? Doch dann gab es auch Kinder, die einen sofort ins Herz schlossen, worüber ich mich sehr freute. Und nach einiger Zeit viel es den anderen auch leichter. Auf der Ranch gibt es 4 große Häuser, wo jeweils die Hauseltern und 5-8 Kinder leben. Dazu kommen noch zwei Mentoren, die meist für ein oder zwei Jahre den Hauseltern im Alltag helfen. Ich durfte die zweite Mentorin in einem wunderschönen Haus mit fünf Jungs sein.  Es war durchaus anstrengend den Tag mit fünf energischen Jungs im Alter von 7 – 17 Jahren zu managen, doch es hat auch Spaß gemacht. Ich hatte schon lange nicht mehr so von Herzen gelacht wie in diesem Haus.

Wenn man aus der Tür trat, atmete man frische Bergluft und jeden Morgen liefen wir den Hügel zum Gemeinschaftssaal hinunter. Dort wurde dann zusammen gesungen und der Pastor hielt eine Predigt. Ich liebte diese Morgenroutine, denn danach war man gestärkt für den Tag.

Mein Tag sah oft sehr unterschiedlich aus, entweder half ich beim Unterricht, kochte oder begleitete die Kinder zu ihren Aktivitäten. Beim Stall ausmisten mussten wir auch alle fleißig sein. Ich fand es bereichernd, diesen Kontrast zu meinem Leben in Deutschland zu sehen und zu erleben.

Allein fortzugehen, an einen fremden Ort mit einer anderen Kultur und Sprache, das war eine Herausforderung für mich, das muss ich zugeben. Doch ich bereue meine Entscheidung keine Sekunde. Diese Reise hat mich Gott näher gebracht. Ich fühlte als müsste ich Block und Stift nehmen um all die Dinge zu notieren, die Gott mir beibrachte. Mir kam es vor als würde er sagen: “Hier, schau mal” und “Siehst du das?”

Ich kann jedem nur empfehlen, so eine Erfahrung für sich selbst zu machen. Es ist grandios wie viel es zu entdecken gibt. Es gibt so viele Orte an denen Helfer gebraucht werden. Auch auf der Wears Valley Ranch. Falls du dich näher informieren möchtest, schau einfach hiermal rein https://wvr.org/  

Bilder von den Kindern, kann ich hier leider nicht teilen. Hier aber noch ein paar Eindrücke von der wunderschönen Gegend in Tennessee.

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