Liebesstrahl Gottes

Wandelt vorsichtig

Es ist unumgänglich, dass wir Meschen Fehler machen. Manche mehr manche weniger. Manchmal fehlt uns einfach die Kraft das Richtige zu tun, und manchmal tun wir Dinge auch einfach zu überstürzt, sodass wir schneller gehandelt als gedacht haben. Ganz oft ist uns dabei gar nicht bewusst, dass unser unüberlegtes Handeln eine so enorme Tragweite hat und auch selten ist man sich der Konsequenzen bewusst. Wieso tat man dieses oder jenes? Das kann man sich im Nachhinein unaufhörlich fragen. Doch was geschehen ist, ist unveränderbar. Und das schmerzt. Aber meist schmerzt es noch mehr, wenn wir sehen, welcher Schmerz andere dadurch trifft.

Jeden Tag aufs neu versuchen wir alles richtig zu machen, wir nehmen uns viel vor, und doch wirft das Leben uns immer wieder aus der Bahn. Ich durfte in der Vergangenheit schon so viel lernen, aus dem Leben und aus der Bibel, doch es hapert trotzdem an der Umsetzung. Ich weiß nicht wie es euch in solchen Situationen geht oder ob ihr so etwas überhaupt kennt, aber mich macht das fertig. Mich von der Seite zu sehen und beobachten zu müssen wie ich immer und immer wieder scheitere. Das ist frustrierend und auf Dauer ermüdend. Egal wie viele Texte ich schreibe, Predigten ich höre oder lieder ich singe, letztendlich ist das nur die Theorie und für die Praxis bin ich selbst verantwortlich. Natürlich versucht man als Christ das Gelernte umzusetzen. Es gelingt einem ja auch oft durch Gottes Hilfe. Doch wie oft fällt man wieder auf den Boden der Tatsachen?

Christen sind keine Menschen ohne Fehler. Wir machen sogar ganz schön viele. Aber Christen sind Menschen, die immer wieder aufstehen. Wir stehen wieder auf weil es Hoffnung gibt. In Jesus Christus gibt es Vergebung und wenn wir zu ihm beten, dann werden wir immer und immer wieder Vergebung finden. Genau dafür ist Jesus gestorben. Um uns aus solchen Situationen zu befreien. Um uns die Fehler, die wir machen, zu vergeben. Und deshalb dürfen wir nicht liegen bleiben.

Wenn man Jesus um Vergebung gebeten hat, dann ist dieses niederdrückende Gefühl auf dem Herzen weg. Dann kann man wieder frei atmen. Jeder der es schon mal erlebt hat, kann bezeugen wie schön es ist eine leichte Seele zu haben und sich wieder freuen zu können. Aber was ist der Grund, wenn es mal nicht so ist? Wenn man vom Gebet aufsteht und da immer noch dieses beklemmende Gefühl ist? Wir meinen dann ganz oft, dass Gott uns nicht vergeben hat, doch das hat er schon längst. Damals, als er am Kreuz hing, da hatte er es uns schon vergeben. Meistens ist es so, dass wir uns selber unsere Fehler nicht vergeben können. Wir machen uns Vorwürfe und missachten uns selbst. Wir sind beschämt, das ist verständlich, doch wir müssen uns selbst auch vergeben. Das ist eine schwere Aufgabe, die auch mal länger dauert, doch um weitermachen zu können ist dieser Prozess unumgänglich.

Sagen wir nun: Gott vergibt uns und wir vergeben uns, dann ist die Sache doch wie ungeschehen oder? Leider nicht ganz, denn die Konsequenzen unseres Handelns müssen wir trotzdem tragen. Für keinen von uns ist das eine Freude und es tut manchmal ungemein weh. Um diese schwierigen Situationen jedoch von vorneherein zu vermeiden oder zumindest zu vermindern, wird uns in Epheser 15, 5 ein Tipp dazu gegeben: So sehet nun zu, wie ihr vorsichtig wandelt, nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen. Es wird uns gesagt, dass wir vorsichtig wandeln sollen. Was bedeutet das? Ich denke wir alle wissen, was es bedeutet vorsichtig zu sein. Es bedeutet aufmerksam und bedacht zu sein. Es bedeutet, dass wir unser Handeln gut überlegen und lernen, die Situation abzuschätzen und weise Entscheidungen zu treffen.

Aus unseren Fehlern können wir viel lernen. Wir können es das nächste Mal besser machen. Deshalb lasst uns immer daran denken vorsichtig zu wandeln und auf Gottes Stimme zu hören, die uns in aller Warheit leiten wird.

You are allowed to be both, a masterpiece and a work in progress, simultaneously.
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