Liebesstrahl Gottes

Das Allerbeste liegt vor uns

Vor einigen Tagen saß ich in einer fröhlichen Runde junger Leute am Lagerfeuer. Wir genossen den kühlen Abend, grillten ein paar Marshmallows und und sprachen über die Dinge, die auf unserer Bucketlist standen. Dinge, die wir gerne erleben wollten, bevor unser Leben endet. Für mich war es äußerst interessant zu sehen wie unterschiedlich unsere Punkte ausfielen, jedoch hatten wir eine Sache gemeinsam und zwar die Vorfreude und die Erwartung, dass unsere Träume und Ziele einmal in Erfüllung gehen würden. Ich weiß nicht ob du große Ziele oder Träume hast, aber es gibt sicherlich Dinge auf die du sich sehr freust, die du kaum abwarten kannst.
Unser ganzes Leben warten und freuen wir uns auf etwas. Wir freuen uns auf unseren Geburtstag, unseren Abschluss oder endlich ein Auto fahren zu dürfen. Es fängt klein an, doch es endet nie. Ich kann nur für mich sprechen. Ich habe große Träume und Dinge, die ich gerne erleben möchte weil ich sie mir wundervoll vorstelle. Und ich muss zugeben, dass der Gedanke “Ich bin noch nicht bereit von dieser Erde zu gehen” oder “Ich hoffe Gott kommt noch nicht allzubald, sodass ich dieses oder jenes noch erleben kann”, mir schon einige male kamen. Es beschämt mich, dass ich manchmal solche Gedenken zulasse, denn betrachtet man sie genauer, sind sie egoistisch und dumm. Geht es in meinem Leben als Kind Gottes nicht um etwas ganz anderes? Geht es nicht darum Gott zu dienen mit allem was ich bin und jeden Tag in der Vorfreude auf die Gemeinschaft mit ihm im Himmel zu leben?
Ich sage nicht dass es falsch ist große Träume zu haben und sich auf bestimmte Dinge im Leben zu freuen. Ich habe jedoch für mich gemerkt, dass mein Streben danach sich soweit auswirken kann, dass ich total selbstfokussiert lebe. Was will ich erreichen? Was will ich erleben? Wo stehe ich in 10 Jahren? Das sind die Fragen, die ich mir stelle anstatt: Was hat Gott mit mir vor? Was kann ich für Ihn tun? Wo will er mich heute gebrauchen?

Jesus sagt: Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit so wird euch alles andere zufallen. 

Ich möchte die Betonung auf das Wort “zuerst” legen. Es geht nämlich mal wieder darum, die Prioritäten richtig zu setzen. Gottes Plan und seine Träume für mein Leben sollen vor meinen stehen. Und wenn wir bedenken, dass Gottes Plan perfekt für uns ist, dann sollte uns das doch nicht schwer fallen oder? Ich weiß es ist mal wieder leichter gesagt als getan, aber ich musste das für mich erkennen und festhalten. Wenn sein Plan grandios, fehlerfrei und Lebens-erfüllend ist, sollte ich mich nicht viel mehr komplett darauf einlassen?
Gott will uns segnen, es ist eine Freude für ihn uns gute Gaben zukommen zu lassen, allerdings müssen wir dies auch zulassen, indem wir seinen Willen über unseren stellen. Unsere Träume werden nicht zu kurz kommen. Wir dürfen uns auf die Überraschungen freuen, die er für uns vorbereitet hat. Das ist doch spannend!
Unser Herz sollte nicht an den Dingen hängen, die wir erreichen oder erleben wollen, denn das was Gott für uns vorbereitet hat ist so unglaublich viel besser als alles was wir uns je erträumen könnten. Der Himmel und die Gemeinschaft mit Jesus selbst sind das Schönste was es gibt. Ich muss gestehen, dass ich mir das gar nicht so richtig vorstellen kann, weil  das sogar meine Fantasie übersteigt. Es wird die längste, wunderschönste, fröhlichste, musikalischste Feier sein, die man sich vorstellen kann und noch viel mehr darüber hinaus. Ich weiß, das übersteigt schon unser Vorstellungsvermögen. Aber können wir uns bitte einmal versuchen auszumalen wie unbegreiflich gut es uns dort über den Wolken gehen wird? Wir werden den sehen, der für uns gestorben ist, der uns gehalten hat, wenn wir schwach wurden, der uns geheilt hat, wenn wir krank waren, der uns beschützt hat, wenn Gefahr drohte und der uns vom Anfang bis zum Ende bedingungslos geliebt hat. Diese Gedanken wecken Vorfreude in mir. Zu oft vergesse ich was vor mir liegt. Das Allerbeste vom Besten. Jetzt kann ich sagen: “Ich hoffe es dauert nich mehr lang. Gott ich freue mich auf unser Treffen! Und in der Zeit die mir bis dahin bleibt, zeig mir bitte was ich für dich tun kann.”

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